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Virtuell ist besser

Die beste Zeit für Weiterbildung ist jetzt! Die ersten Anpassungshürden für den Arbeitsalltag im “new Normal” sind genommen. Jetzt entsteht neue Ordnung und auch die Zeit für Weiterentwicklung. Ich möchte mich heute in das Thema berufliche Weiterbildung vertiefen, die noch höhere Anforderungen stellt.

Präsenztraining vs. e-Learning

Bei Weiterbildungsformaten unterscheidet man grundsätzlich in physisches Präsenztraining und digitales e-Learning. Wenn man beides kombiniert, entsteht Blended Learning, das in den letzten Jahren als die erfolgreichste Lernform gehyped wurde. Im Moment ist das mit der Präsenz jedoch etwas schwierig. Daher gehe ich heute nur auf die unterschiedlichen Formate im e-Learning ein. Hier gibt es große Unterschiede — je nachdem ob man sich mit virtuellen Trainings und Seminaren oder online Kursen fit macht — und eine klare Präferenz von meiner Seite.

Virtuelles Training vs. Online Kurse

Der wichtigste Unterschied von virtuellen Trainingsformaten und online Kursen liegt in der Art der Interaktion. Entweder das Training läuft live und synchron (virtuell) im digitalen Raum. Normalerweise kommt dafür eine kleine Gruppe über ein Videokonferenz Tool wie Hangouts, Zoom oder Skype zusammen. Oder die Lerninhalte und Materialien werden automatisiert zur Verfügung gestellt und asynchron genutzt. Das virtuelle Format hat mindestens einen Trainer “im Raum”, der live präsentiert, Übungen anleitet, Feedback gibt und Fragen beantworten kann.

Das online Kursformat hat dies nicht, ist dafür aber zeitlich flexibel. Es gibt also Vorteile bei beiden Formaten. Das Wichtigste am e-Learning ist aber das Lernergebnis bzw. der Lernerfolg. Und hier sehe ich einen deutlichen Vorsprung beim virtuellen Training.

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Quelle: www.knowledgewave.com

Das Unternehmen Knowledgewave hat eine gute Übersicht der Vor- und Nachteile der drei Lernformate — online Videokurse, virtuelles Training mit Anleitung und analoges Klassenzimmer — angefertigt, wo das virtuelle Format die meisten Häkchen bekommt. Du kannst sie herunterladen wenn du ihren Newsletter abonnierst. Ich fasse das aber auch gern in meinen Worten zusammen:

Online Kurse sind gut. Virtuell live ist besser!

Während bei asynchronen online Kursen die Flexibilität (freie Zeiteinteilung, einfache Wiederholungen, Länge der Lerneinheiten selbst bestimmen etc.) als riesiger Vorteil beschrieben wird, steckt hier gleichzeitig eine große Schwäche: Flexibilität im digitalen Raum funktioniert nur bei sehr disziplinierten Persönlichkeiten, die ihre Aufmerksamkeit auch ohne Gegenüber voll auf das Thema richten, die auch ohne sozialen Druck dranbleiben, die ihre Fragen auch ohne direktes Feedback stellen und auf die zeitverzögerte Antwort warten.

Flexibilität im digitalen Raum funktioniert nur bei sehr disziplinierten Persönlichkeiten.

Unsere Erfahrung in der digitalen Zusammenarbeit in unserem Team und mit Kunden zeigt: aktuell ist es leider einfacher denn je, sich ablenken zu lassen. Es gibt viele interessante Themen, die einen dazu verführen können, auf mehreren (zu vielen) Stühlen zu sitzen. Und es ist nicht das Gleiche, wenn man seine Fragen nicht live stellen kann!

Auf der anderen Seite betreffen einige Vorteile von online Kursen vor allem die Hersteller: Automatisierte Inhalte skalieren besser. Aber auch bei sehr hochwertig produzierten Trainings geht der Aufwand nach der initialen Erstellung deutlich zurück.

In der Qualität siegt das virtuelle Präsenzformat eindeutig. Hier können unterschiedliche Formen der Wissensvermittlung und Zusammenarbeit kombiniert sowie Material und weiterführende Links direkt im Chat geteilt werden. Eine live Interaktion stellt sicher, dass alle Teilnehmer:innen eines Trainings geistig dabei sind — vor allem wenn der Praxisteil hoch ist. Aus einem großen Video-Call kann man sich während einer Präsentation vielleicht noch herausziehen, aber nicht während einer Kleingruppenübung, die über Tools wie Zoom ganz einfach machbar ist. Die virtuelle Präsenz der Trainer:in und der anderen Teilnehmer:innen stellt außerdem eine andere Verbindlichkeit sicher. Es wird eine persönliche Verbindung aufgebaut, die dazu führt, dass sich alle mehr auf ein Thema einlassen. Das sind ganz normale psychologische Effekte. Die meisten von uns wollen Teil einer Gruppe sein. Wer in einer gemeinsamen Aktivität nicht richtig mitmacht, sinkt in der Gruppenhierarchie ab.

Je komplexer ein Thema ist, desto hilfreicher ist außerdem die Möglichkeit direkt auf Fragen einzugehen. Die Trainer:in kann nicht nur sprechen sondern auch den Bildschirm teilen. Ein erfahrener Coach wird zudem die Inhalte während des Trainings auf Basis der Fragen und Zwischenergebnisse auf die Teilnehmer:innen anpassen. Das alle trägt dazu bei, dass Lernende das bestmögliche Ergebnis für sich erzielen.

Wenn du also auf der Suche nach Weiterbildungen bist, würde ich praxisorientierte, virtuelle Trainings präferieren.

Jetzt virtualisieren!

Ich möchte zum Abschluss jeden Trainingsexperten dazu anregen, wenn das nicht schon passiert ist, bestehende Inhalte in die virtuelle Welt zu bringen. Die Übersetzung von physischem Präsenztraining zu virtuellem Training geht einfacher, als du vielleicht denkst. Und es gibt Hilfestellungen dafür, z.B. von uns bei TRAINIUM. Ich habe ein Virtualisierungs-Webinar aufgenommen, mit dem du beispielsweise gleich starten kannst. Hier gibt es Grundlagen zu den Herausforderungen der virtuellen Welt und wie man sie löst, Besonderheiten unterschiedlicher virtueller Formate und wie man als Trainer richtig darauf eingeht. und eine kleine Tool Schulung. Hier lang >>

Du bist schon überzeugt? Dann kannst das Webinar überspringen und dich gleich bei uns anmelden. Komm in die Community!

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