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Training oder Coaching – das ist hier die Frage

Über Unterschiede, Vor- und Nachteile der zwei populärsten Weiterbildungsformen und wie du die richtige für dich auswählst.

Training und Coaching werden als Buzzwords oft in einen Topf geworfen, haben dabei aber ganz unterschiedliche Aufgaben und Vorgehensweisen. Ich möchte gern Licht ins Dunkel über die Unterschiede sowie Vor- und Nachteile beider Konzepte bringen. Denn Suchende bzw. Nutzende von Weiterbildungen haben es verdient, das Passende zu finden.

Training vs. Coaching — Definition und Abgrenzung

Ein Training ist in erster Linie praktisch. Es dient dem gezielten Auf- und Ausbau von Fähigkeiten und Vorgehensweisen und hat ein klares, zuvor festgelegtes Zielbild. Ein einfaches Fähigkeiten-Beispiel ist das Training zum Erlernen einer Programmiersprache, mit dem Ziel einfache Anwendungen schreiben zu können. Beim Training von Vorgehensweisen geht es meist um das Erlernen eines für bestimmte Situationen „idealen“ Ablaufmusters oder eines bestimmten Prozesses. Ein Beispiel wäre hier ein Design Sprint Training, das die von Google entwickelte Vorgehensweise vermittelt und den Teilnehmern praktisch vermittelt, sie selbst anzuwenden.

Coaching ist dagegen viel offener. Per definitionem werden darunter individuelle Beratung und Begleitung von Fach- und Führungskräften in Organisationen gefasst. Ziel ist es, insbesondere deren Beziehungs- und Führungsqualität weiterzuentwickeln und diese auf geänderte berufliche Rahmenbedingungen abzustimmen. 

Auch wenn in beiden Weiterbildungsarten Hard und Soft Skills gefördert werden, geht es beim Training häufiger um Hard Skills und bei Coaching eher um die Soft Skills. Die zweite wichtige Unterscheidung im direkten Vergleich ist der Individualisierungsgrad. Trainings finden üblicherweise in der Gruppe statt und greifen individuelle Bedürfnisse der Trainierenden zwar auf, aber der Schwerpunkt liegt doch beim gesetzten, für alle Teilnehmer gleichen Lernziel. Besonders charakteristisch für Trainings ist der Aspekt der Übung, die im Beisein des anleitenden, Feedback gebenden Trainers und unter Selbstanleitung praktiziert wird. Charakteristisch im Coaching ist dagegen ein gesprächsbasierter Verlauf, der Selbstreflexion und Selbstwahrnehmung fördert. Werden dabei konkrete Fähigkeitendefizite aufgedeckt, kann ein Training in den Coaching Prozess eingebettet werden. 

Training vs. Coaching — die richtige Auswahl

Welche Weiterbildungsform nun die Passende ist, richtet sich nach den Zielen des Nutzers, nach persönlichen Präferenzen und ein bisschen auch nach verfügbarer Zeit. Funktionale Trainings in können in wenigen Tagen schon einen echten Wissensvorsprung verschaffen. Coachings laufen meist über Monate und haben zwischen den einzelnen Sitzung nicht immer einen direkten Feedbackkanal. Aber kommen wir zu den zwei ersten, wichtigeren Punkten.

Frage dich, was ist meine aktuelle Herausforderung: Möchte ich konkrete Fähigkeiten und Prozesse erlernen oder an meiner Persönlichkeit, Ausdrucksform und dem damit verbundenen Führungsstil arbeiten? Das sind zwei grundlegend unterschiedliche Aufgaben. Die zweite Frage sollte lauten, wie wichtig ist mir ein fixes Lernergebnis? Während ein Training das klar festhält und ansteuert, kann ein Coaching Prozess von einem zum nächsten Thema mäandern, je nach den aufgedeckten Bedarfen.

Vielleicht wird an dieser Stelle schon deutlich, wo meine persönlichen Präferenzen liegen 😉 Trainings sind praktisch und schnell. Sie strukturieren den Ablauf und die Übungen so, dass ein ganz konkretes Ziel erreicht wird. Sie fokussieren auf Praxis. Hier hat die Lerntheorie auch wissenschaftliche Erkenntnisse: “Learning by doing” ist am effizientesten für das Verständnis, die eigene Anwendbarkeit und das Behalten von Informationen, Wissen. Die Arbeit in der Trainingsgruppe fördert parallel die persönliche Weiterentwicklung in den Punkten Reflexion und Kommunikation gleich mit. Natürlich ist dabei ein guter, empathischer Trainer gefragt, der beim “Abarbeiten” des Trainingsplans auch das verbale und nonverbale Feedback der Gruppe nutzt. Aber das gilt für jede Form der Weiterbildung. Die Qualität des Ergebnisses hängt ganz klar vom Anleitenden ab. 

Daher sollte das vierte wichtige Entscheidungskriterium lauten, wenn die Form schon gewählt ist: Welche Daten sind vorhanden, die mit die Qualität des Angebots transparent machen? Je dünner die Beschreibung, je weniger Text, Nutzerstimmen, Noten, desto eher kauft man “die Katze im Sack”. Und es gibt einfach keinen Grund als Anbieter, bisherige Erfolge nicht offenzulegen. Fehlende Transparenz, kann also durchaus als Indikator für mangelnde Qualität interpretiert werden.

Fazit

Training und Coaching sind zwei sehr unterschiedliche Weiterbildungskonzepte. Trainings setzen auf das Erlernen von Fähigkeiten und Vorgehensweisen durch Praxis — und das meist in der Gruppe. Coaching ist ein offener Prozess zur Persönlichkeitsentwicklung — der üblicherweise 1:1 zwischen Coach und Coachee abläuft. Bei der Entscheidung für das ein oder andere hilft es, sich zu fragen, was das individuelle Ziel ist — konkrete neue Skills zu erwerben oder sich grundlegend persönlich zu entwickeln. Trainings sind dabei im Ergebnis verlässlicher. In jedem Fall sollten Angebote auf inhaltliche Details und Bewertungen geprüft werden, so ist die Chance auf gute Passung und Zufriedenheit am höchsten. Gutes Gelingen!

Und hier noch ein paar Lesetipps zur weiteren Vertiefung:

Einen guten, kritischen Einstieg ins Thema gibt dieser FAZ Artikel: https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/buero-co/coaching-oder-training-wer-kennnt-schon-den-unterschied-1380855-p2.html

Dieser Artikel der Rauen Group hat eine sehr umfassende, gute Übersicht über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Training und Coaching: https://www.rauen.de/coaching-report/definition-coaching/modelltheoretischer-hintergrund/coaching-vs-training.html

Dieser Beitrag des Coaching Magazins hebt die Vorteile des Coachings noch mehr als ich hervor und unterscheidet auch hilfreich von Training, Supervision und Beratung: https://www.coaching-magazin.de/beruf-coach/training-beratung-supervision-oder-coaching

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