0
0 ARTIKEL IM EINKAUFSWAGEN
0
0 ARTIKEL IM EINKAUFSWAGEN
0
0 ARTIKEL IM EINKAUFSWAGEN
0
0 ARTIKEL IM EINKAUFSWAGEN

Aufgaben und Chancen für Weiterbildungsanbieter im #newnormal

Warum es sich gerade jetzt lohnt, als Business Trainer Gas zu geben.

Wir befinden uns in Q4 eines sehr speziellen Jahres, das ganze Branchen sowie übergreifend kleinere Unternehmen und Selbstständige vor große Herausforderungen stellt. Die Beratungsbranche ist teilweise betroffen. An sich gibt es unendlich viel zu tun — Unternehmen und Führungskräfte brauchen gerade jetzt Katalysatoren für Wandel und Wachstum. Aber noch immer stehen viele konkrete Projekte still. Es werden eher übergreifende Grundlagen geschaffen. Entgegen des allgemeinen Negativtrends von 2020 geht es aufwärts für berufliche Weiterbildungen. Die Nachfrage ist auch im Krisenjahr noch einmal um 11 Prozent gestiegen. (Quelle: Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2019 vs. 2020). Warum ist klar: Bevor es zu Wandel und Wachstum kommen kann, braucht es die richtigen Fähigkeiten. Und das Jahresende (und übrigens auch der Jahresanfang) ist ohnehin immer Weiterbildungssaison. 

Das sind gute Nachrichten für Business Trainer!!! Wer Anbieter von Weiterbildungen ist, sollte die Gunst der Stunde nutzen und sich jetzt fürs #newnormal aufstellen. Schöne Theorie, denkst du dir vielleicht. Wir kommen aus einer Phase der Schockstarre und eingefrorener Budgets. Außerdem kommt auch nach dem Lockdown nur ein Bruchteil zurück in die Präsenztrainings. Genau auf diese Herausforderungen möchte ich in diesem Beitrag Bezug nehmen. Wie knüpft man jetzt richtig an? Was sind die Schritte? Los geht’s!

Schritt 1: Adaption aufs #newnormal

Eins vorweg: Die Schockstarre ist vorbei. Es werden wieder Ausgaben für die Zukunft getätigt. Viele Weiterbildungen werden dabei von Unternehmensseite aus zur Mitarbeiterförderung übernommen. Während dauerhafte Gehaltserhöhungen in Jahresendgesprächen 2020 eher nicht drin sind, wird Wertschätzung doch immerhin oft durch ein kleines Bildungsbudget ausgedrückt. Für diese Einkäufe möchtest du als Weiterbildungsanbieter zur Verfügung stehen. 

Szenario A — du bist schon Trainer

Kannst du inhaltlich noch das Gleiche machen wie bisher? Das kommt natürlich auf deine Themen an! Äußerst hohe Relevanz steckt gerade in Organisations- und Change-Themen. Kommt du aus diesem Bereich oder einem naheliegenden Themenumfeld solltest du überlegen, ob du schon deine gesamte Expertise in praktischen Angeboten abbildest und ggf. nachlegen. Aber auch wenn du ein Experte für gute Powerpoint Charts oder Bühnenpräsenz bist, ist das deine Zeit. Du musst nicht alles umschmeissen. Geh einfach einmal durch die Veränderungen auf Seiten deiner Zielgruppe und stelle zunächst im Ankündigungstext aber dann auch inhaltlich die Verbindung zur aktuellen Zeit her. Um beim Beispiel Bühnenpräsenz zu bleiben, könnte das bedeuten, du passt dein Seminar auf Aufgaben der virtuellen Bühne an bzw. ergänzt dein Angebot um ein entsprechendes Element.

Szenario B — du bist Experte und/oder Coach, aber noch kein Trainer

Vielleicht hast du bisher noch keine Trainingsangebote im Portfolio. Aber dein Hintergrund ist reich an praktischen Erfahrungen zu einem relevanten Thema. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um diese Expertise zu formalisieren. Auch wenn 1:1 Coaching Angebote omnipräsent sind, das Themenspektrum und die Nutzerschaft für praxisorientierte Weiterbildungen ist viel breiter. Ich glaube fest an die Größe und Dauerhaftigkeit des Trainingsmarktes, die jetzt nochmal richtig an Fahrt gewinnt. Also, wenn du ein Experte bist und grundsätzlich gut vor und mit Gruppen arbeitest, investiere jetzt etwas Zeit in ein Training. Überlege dir, was du am besten kannst und für wen das geeignet ist. Dann halte fest, was das Wichtigste ist, das diese Menschen können müssen — am besten in Stichpunkten. Danach kannst du zunächst in groben Blöcken deine Agenda aufbauen bevor du anfängst diesen Rahmen mit Leben zu füllen. Weitere Details halte ich gern in einem eigenständigen Beitrag fest. Nur noch ein Tipp aus der Start-up Welt an dieser Stelle: Dein Konzept mit Titel, Zielgruppe, Agenda und den wichtigsten Lernergebnissen reicht schon, um ein Angebot zu erstellen und zu testen. Und erst wenn Interessenten zu dir finden und auch kaufen, arbeitest du die detailierten Inhalte aus. Denn solltest du merken, dein Training wird nicht geklickt und gekauft, kannst du andere Varianten oder Themen ausprobieren, bevor du dir unnötige Arbeit machst.

Schritt 2: Virtualisierung

Die nächste Frage, die du dir vielleicht stellst, ist, was macht der wiederkehrende Lockdown mit der Teilnahmebereitschaft. Die Antwort lautet: Das kann dir egal sein, wenn du ein virtuelles Angebot hast 😉 Hierbei meine ich auch wirklich virtuelles live Training und keinen online Kurs. Über die Unterschiede und den entscheidenden Vorteil von ersterem habe ich an anderer Stelle schon geschrieben. Ich möchte hier jetzt den Weg ebnen, falls dir die Virtualisierung deiner live Weiterbildung noch Kopfzerbrechen macht. 

Video Konferenzen, virtuelle Methoden und Hilfsmittel sind aus der aktuellen Zeit nicht mehr wegzudenken. Die gute Nachricht: Die meisten Menschen (deine potentiellen Nutzer) haben sich schon daran gewöhnt. Viele stöhnen zwar über Video Meetings, aber das liegt daran, dass die Mehrheit davon kein Konzept haben. Lange Monologe waren schon immer schwer zu ertragen, aber in der virtuellen Welt ist die Aufmerksamkeitsspanne noch kürzer. Wenn du also ein ganzes Training virtualisieren möchtest, musst du etwas Arbeit in den Rahmen stecken und dich mit den Tools vertraut machen, die maximale Interaktion ermöglichen. Du findest dazu viele hilfreiche Anleitungen im Netz, z.B. hier. Mach einfach einen Schritt nach dem anderen. Die Zeit, die du jetzt in dieses Thema investierst, ist in jedem Fall gut angelegt, denn unsere Zusammenarbeit wird dauerhaft zumindest in Teilen virtuell erfolgen.

Dabei möchte ich dir noch eine Sache mit auf den Weg geben. Virtualisierung bedeutet keine Reduktion sondern oft sogar eine Verbesserung in der Qualität, wenn eine Veranstaltung gut gemacht ist. Meine Kunden spielen mir immer wieder zurück, wie viel demokratischer sich die virtuelle Zusammenarbeit anfühlt. Das bedeutet auch, dass virtuelle Trainings nicht günstiger als Präsenztrainings sein sollen. Klar, man sieht aktuell noch viele gratis Webinare. Aber der Markt sortiert sich gerade. Ich habe unzählige Gratisangebote getestet und kann sagen, 95 Prozent davon sind Schrott oder Werbeveranstaltungen, genau wie bei Gratisangeboten in der physischen Welt. Lass dich davon nicht in deiner Preisgestaltung beeinflussen und setz auf Qualität!

Schritt 3: Vertriebsplattform

Es bleibt ein letzter entscheidender Punkt, wenn du deine neue, aktualisierte und/oder virtualisierte Weiterbildung jetzt richtig in die Welt bringen willst: der Vertriebsweg. Folgende Optionen gab es bisher:

1) Die eigene Website mit integrierter Kaufoption

Hier musst du alles selbst machen, vor allem auch das Marketing. Wenn du schon Reichweite mitbringst, weil du beispielsweise einen Newsletter mit 1000+ Abonnenten hast, ist das eine gute Lösung. Du behältst einen Großteil der Einnahmen (abzüglich Hosting und Payment Anbieter, aber nicht mehr) und die Hoheit über dein Konzept, deine Marke usw.

2) Trainer bei großen Traingshäusern

Du kannst dein Angebot unter ein Weiterbildungs-Dach wie Haufe oder OMR bringen. Die haben schon tolle Reichweiten und übernehmen quasi deinen Vertrieb. Aber du brauchst natürlich den Zugang (Kontakte) und läufst unter ihrer Marke, nicht unter deiner eigenen. Und du gibst einen größeren Teil deiner Einkünfte ab. 

3) Event Plattformen

Große Plattformen wie Eventbrite oder Xing Events bieten dir die Möglichkeit, dein Angebot gut verständlich zu präsentieren und einfach Tickets zu verkaufen. Hier ist die Form zu großen Teilen dir überlassen, du bleibst als du selbst sichtbar und bezahlst oft einen überschaubaren Obolus. Aber diese Plattformen unterscheiden nicht nach Zielgruppen. So stehst du mit einem Business Angebot zwischen Kochkursen und Meditationstrainings. Xing ermöglicht dir, zielgerichteter zu werden und passende Kontakte auf dein Angebot hinzuweisen, dafür zahlst du dann aber extra.

Keine der bisherigen Lösungen ist ohne Nachteile für Anbieter. Und gerade wenn du jetzt durchstarten willst, könnte dich das davon abhalten, aktiv zu werden. Hier kommt natürlich TRAINIUM ins Spiel: Mein Team und ich haben diesen Marktplatz entwickelt, um Weiterbildungsanbietern zu helfen, sich gut zu präsentieren und für Nutzer gut findbar und vergleichbar zu sein. Die Anmeldung und Listung sind gratis. Damit wollen wir den Weiterbildungsmarkt gerade jetzt verbessern und erweitern. Bist du dabei?

***

Fazit: Jetzt ist die Stunde für Weiterbildungen! Als praktischer Experte und Trainer kannst du in dieser schwierigen Zeit gerade profitieren, wenn du 

1) dein Konzept auf die aktuellen Bedarfe anpasst und überhaupt erst einmal mit deiner Expertise rausgehst.

2) dein Angebot in die virtuelle Welt übersetzt, denn hier gibt es keine Einschränkungen und ungeahnte Vorteile.

und 3) einen Vertriebsweg hast, der für dich gut funktioniert und nicht mehr Zeit in Anspruch nimmt, als dein eigentlicher Job 😉 

Bewertung abgeben